Verstehen
Morddrohungen gegen jüdische Studierende nach AfD-Blockade in Halle
Überblick
Nachdem jüdische Studierende den sachsen-anhaltischen AfD-Politiker Hans-Thomas Tillschneider mit einer Menschenkette daran gehindert hatten, eine Gedenkfeier in der Synagoge von Halle zu betreten, erhalten sie vermehrt Anfeindungen und Morddrohungen. Die Polizei ermittelt parallel wegen des Verdachts der Beleidigung gegen Tillschneider, der von Unbekannten als „Nazi“ bezeichnet worden sein soll. Der Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Wichtige Punkte
- Jüdische Studierende der JSUD verhinderten die Teilnahme des AfD-Politikers Tillschneider an einer Gedenkfeier in der Synagoge Halle.
- Nach der Aktion erhalten Vertreter der Studierendenunion vermehrt Hassnachrichten und Morddrohungen.
- Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Beleidigung, da Tillschneider Medienberichten zufolge als „Nazi“ bezeichnet wurde.
- Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird seit 2023 vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
- Der JSUD-Vorsitzende Ron Dekel warnte zudem vor den Gefahren sowohl des rechtsextremen als auch des linken Antisemitismus.
