Verstehen
Porträt des Arbeiters Hans Schmitz aus dem Jahr 1973
Überblick
Der Film „Der Stundenfresser“ aus dem Jahr 1973 zeichnet ein persönliches Porträt des Kölner Fabrikarbeiters und Spritzlackierers Hans Schmitz. Im Gespräch mit Heinrich Pachl äußert sich Schmitz offen über seine Lebens- und Arbeitsbedingungen, seine kritische Haltung gegenüber Gewerkschaften und Streiks sowie seine politischen und gesellschaftlichen Ansichten.
Wichtige Punkte
- Hans Schmitz arbeitet seit Jahren als Spritzlackierer in einem Kölner Werk und verrichtet zusätzlich Feierabendarbeiten, um sich und seiner Familie einen gehobenen Konsumstandard zu ermöglichen.
- Er steht Gewerkschaften und Streiks skeptisch gegenüber und beteiligt sich aus finanziellen Gründen oft nicht an Arbeitskämpfen, was zu Konflikten mit Kollegen führt.
- Politisch äußert er sich pragmatisch bis resigniert und betont, dass der Einzelne ohnehin kaum etwas an den Verhältnissen ändern könne.
- Das Porträt beleuchtet den Alltag, die Konsumwünsche, Sorgen und die persönliche Weltsicht eines Arbeiters in den 1970er Jahren.