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Zahl der Suizide in Deutschland gestiegen – Experten fordern mehr Prävention
Überblick
Im vergangenen Jahr haben sich in Deutschland 11.334 Menschen das Leben genommen, was einem Anstieg von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Experten fordern verstärkte Präventionsmaßnahmen und eine schnellere gesetzliche Regelung. Zu dem Anstieg tragen unter anderem auch assistierte Suizide bei, nachdem das Bundesverfassungsgericht 2020 das Recht auf selbstbestimmtes Sterben bekräftigt hatte.
Wichtige Punkte
- Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 11.334 Suizide, 9,3 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Sterbefälle durch Suizid übersteigen weiterhin die Summe aus Verkehrsunfällen, Mord, Totschlag und AIDS.
- Der Anstieg der letzten drei Jahre ist vor allem auf eine Zunahme bei Frauen zurückzuführen, wobei insgesamt weiterhin mehr Männer den Tod durch Suizid wählen.
- Auch assistierte Suizide tragen zu den steigenden Zahlen bei; entsprechende Organisationen verzeichneten Zuwächse.
- Ein vom Gesundheitsministerium vorgelegter Entwurf für ein Präventionsgesetz, der unter anderem eine Bundesfachstelle vorsieht, wird von Kritikern als unzureichend und zu gering finanziert kritisiert.
