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GKV-Verbandschef fordert Terminvergabe nach medizinischem Bedarf statt Versicherungsstatus
Überblick
Der Chef des GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt, kritisiert die Benachteiligung gesetzlich Versicherter bei der Vergabe von Arztterminen als "himmelschreiende Ungerechtigkeit". Er fordert, dass künftig der medizinische Bedarf und nicht der Versicherungsstatus über den Zugang zur ambulanten Versorgung entscheidet.
Wichtige Punkte
- GKV-Verbandschef Oliver Blatt fordert eine bessere Behandlung gesetzlich Versicherter bei der Terminvergabe.
- Termine sollen künftig ausschließlich nach medizinischem Bedarf und nicht nach der Versicherungsart vergeben werden.
- Etwa 75 Millionen gesetzlich Versicherte finanzieren den größten Teil der ärztlichen Honorare, erfahren laut Blatt aber oft Benachteiligungen bei den Wartezeiten.
- Den Begriff "Zwei-Klassen-Medizin" lehnt Blatt ab, da die medizinische Behandlung im Kern gut sei, die Ungleichbehandlung sich jedoch bei den Wartezeiten zeige.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hatte zuvor im September ebenfalls eine Debatte über das duale System und mögliche Änderungen angestoßen.
