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Missbrauchsbeauftragte warnt vor stark gestiegenen Risiken sexueller Gewalt für Kinder im digitalen Raum
Überblick
Die Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, hat in ihrem Bericht gewarnt, dass das Risiko für Minderjährige, sexualisierte Gewalt zu erleben, so hoch wie nie zuvor sei. Insbesondere der digitale Raum und neue Technologien wie Künstliche Intelligenz hätten die Gefahren massiv verschärft. Claus fordert unter anderem einen besseren rechtlichen Schutz, Schutzkonzepte in allen Bundesländern sowie die Einführung eines Schulfachs für digitale Kompetenzen.
Wichtige Punkte
- Die Missbrauchsbeauftragte Kerstin Claus warnt vor einem historischen Höchststand beim Risiko sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige, besonders angetrieben durch den digitalen Raum.
- Laut Bericht hat bereits jeder vierte Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren Cybergrooming erlebt; Claus fordert eine Ausweitung des Strafrechtsschutzes.
- Künstliche Intelligenz verschärft die Lage, indem beispielsweise unverfängliche Profilfotos zu Nacktbildern umgewandelt und für Sextorsion genutzt werden können.
- Die Polizeistatistik verzeichnete 2025 insgesamt 17.126 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs und damit steigende Zahlen.
- Claus kritisiert, dass sich erst elf der 16 Bundesländer zu verbindlichen Schutzkonzepten an Schulen verpflichtet haben.
- Gefordert wird zudem ein Schulfach 'Digitale Welt/Digitalität' zur Vermittlung digitaler Kompetenzen sowie die proaktive Suche und Löschung von Missbrauchsdarstellungen im Netz.
