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Bundestag stimmt über reformierte Notfallmedizin ab
Überblick
Der Deutsche Bundestag stimmt über eine lang erwartete Reform der Notfallversorgung ab, um überlastete Notaufnahmen und Rettungsdienste zu entlasten. Kernpunkte sind die Einrichtung von rund 750 integrierten Notfallzentren mit zentralen Anlaufstellen sowie einheitliche Kriterien bei Notrufen (112 und 116 117). Während Experten die Reform größtenteils begrüßen, warnen Hilfs- und Rettungsorganisationen vor finanziellen Schwierigkeiten und fordern Nachbesserungen.
Wichtige Punkte
- Etwa 30 Prozent der Patienten in Notaufnahmen gehören nach Einschätzung von Fachleuten eigentlich nicht dorthin.
- Rund 750 integrierte Notfallzentren sollen an Krankenhäusern als zentrale Anlaufstellen für Patienten eingerichtet werden.
- Bei Notrufen über 112 oder den Bereitschaftsdienst 116 117 soll künftig nach einheitlichen Kriterien über die Behandlung entschieden werden.
- Rettungssanitäter und Notärzte dürfen Patienten künftig auch in Notfallpraxen bringen oder direkt zu Hause versorgen.
- Hilfs- und Rettungsorganisationen befürchten finanzielle Schwierigkeiten und fordern Nachbesserungen beim Gesetz.
- Kritiker wie der Grünen-Abgeordnete Janosch Dahmen bemängeln zudem, dass verbleibende Probleme bei Facharztterminen die Notaufnahmen weiterhin belasten könnten.
