Verstehen
Wie Anleger bei ETFs den Überblick behalten
Überblick
ETFs galten lange als einfache und günstige Geldanlage, doch die Produktvielfalt wächst rasant. Neben klassischen Indexfonds drängen immer mehr komplexe, aktiv verwaltete, gehebelte oder thematische ETFs auf den Markt, was Auswahl und Kosten erhöht. Anleger müssen genauer hinsehen, da höhere Gebühren und unklare Strategien die Rendite schmälern können.
Wichtige Punkte
- In Deutschland stehen inzwischen mehr als 3.000 ETFs zur Auswahl – fast doppelt so viele wie vor sechs Jahren.
- Aktiv gemanagte ETFs verzeichnen ein starkes Wachstum; in Europa waren in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 bereits 23 Prozent der neu aufgelegten ETFs aktiv verwaltet.
- Komplexe und spezialisierte ETFs verursachen oft höhere laufende Kosten von 0,6 oder 0,7 Prozent und mehr, während klassische Welt-Indizes schon für 0,1 Prozent oder weniger zu haben sind.
- Höhere Gebühren schmälern die Rendite über Jahre hinweg erheblich; zudem ist eine bessere Wertentwicklung bei aktiven oder thematischen ETFs keineswegs garantiert.
- Der Begriff ETF bedeutet längst nicht mehr automatisch eine besonders einfache oder günstige Geldanlage, weshalb genaues Prüfen von Kosten, Risiken und Strategie notwendig ist.
