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Bundestag beschließt Monitoring zur Anwendung von Pränataltests auf Trisomien
Overview
Der Deutsche Bundestag hat mit breiter Mehrheit einen Antrag zur Einführung eines Monitorings für nicht-invasive pränatale Bluttests angenommen. Damit soll die Anwendungspraxis der seit 2022 unter bestimmten Bedingungen von den Kassen bezahlten Tests genauer überprüft werden, um Daten über deren häufige Nutzung zu gewinnen. Ein Expertengremium soll rechtliche, ethische und gesundheitspolitische Grundlagen bewerten, wobei der Zugang für Schwangere bei medizinischer Indikation nicht erschwert werden soll.
Key points
- Der Bundestag hat mit 529 zu 18 Stimmen bei 23 Enthaltungen einen Antrag für ein Monitoring von pränatalen Bluttests angenommen.
- Die Tests ermitteln anhand einer mütterlichen Blutprobe die Wahrscheinlichkeit für Trisomien 13, 18 und 21 (Down-Syndrom).
- Seit 2022 werden die Kosten für den Test unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
- Kritiker befürchten, dass sich der risikoarme Test zu einer medizinisch oft nicht notwendigen Routineuntersuchung entwickelt.
- Die Ergebnisse des Monitorings sollen dem Bundestag spätestens bis Ende Juni 2027 vorgelegt werden.
