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Istanbuler Ex-Bürgermeister İmamoğlu sagt erstmals in Mammutprozess aus
Overview
Der abgesetzte Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu hat nach über anderthalb Jahren Untersuchungshaft erstmals in einem großen Korruptionsprozess vor Gericht ausgesagt. Vor den Richtern kritisierte er die AKP-Regierung und Präsident Erdoğan scharf als Zeichen eines steuernden totalitären Regimes. Parallel zur Aussage stürmte und schloss die türkische Polizei den oppositionellen Fernsehsender Halk TV unter dem Vorwurf von Bestechung und Geldwäsche.
Key points
- Ekrem İmamoğlu ist nach anderthalb Jahren U-Haft erstmals im März begonnenen Prozess gegen rund 400 Angeklagte der Stadtverwaltung zu Wort gekommen.
- In der Anklageschrift wird ihm vorgeworfen, Anführer einer kriminellen Vereinigung zu sein; Kritiker werten das Verfahren als politisch motiviert.
- İmamoğlu nutzte seine Aussage für scharfe Kritik an der türkischen Justiz und Präsident Erdoğan.
- Die türkischen Behörden schlossen am Tag der Aussage den regierungskritischen und meistgesehenen Fernsehsender Halk TV und warfen ihm ebenfalls Betrug und Geldwäsche vor.
