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Trockenheit legt deutsche Gräber im tschechischen Lipno-Stausee frei
Overview
Durch anhaltende Trockenheit sind am Lipno-Stausee in Südböhmen (Tschechien) historische Relikte des in den 1950er-Jahren gefluteten deutschen Dorfes Dolní Vltavice (Untermoldau) zum Vorschein gekommen, darunter deutsche Grabsteine. Freiwillige und Experten haben zwölf dieser Grabsteine aus dem 19. Jahrhundert in einer Rettungsaktion geborgen; sie sollen restauriert und in einer Ausstellung gezeigt werden.
Key points
- In den 1950er-Jahren wurde der Ortskern von Dolní Vltavice für den Bau des Lipno-Stausees geflutet.
- Die historische Gemeinde Untermoldau war überwiegend deutschsprachig, ihre Bewohner wurden nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben.
- Anhaltende Trockenheit ließ den Wasserstand sinken und legte unter anderem deutsche Grabsteine frei.
- Eine spontane Rettungsaktion von Freiwilligen, Historikern und dem Denkmalschutzamt barg zwölf Grabsteine aus dem Schlamm.
- Die geborgenen Grabsteine sollen restauriert und zusammen mit Familiengeschichten in einer Ausstellung präsentiert werden.
